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Betriebssystemwahl und Installation auf Raspberry vs. Banana Pi

Betriebssystem auswählen und Installation auf Raspberry vs. Banana Pi

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Die Qual der Wahl - Raspberry oder Banana Pi

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Banana Pi Pro für Hausautomatisierung mit FHEMWährend meiner Nutzung des Hausautomatisierungsservers musste die Hardware und Software immer mal wieder weichen. Der Grund bei der Hardware ist klar - Leistungssteigerung, Energieersparnis oder neue Features wie WLAN, Bluetooth oder SATA.

SATA

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Diesen hatte zum Beispiel der Banana Pi Pro, der auch um einiges teuer war als der Raspberry B+ (bzw. Version 2 - genaugenommen hatte ich 42,90 € für den Banana Pi Pro bei Reichelt bezahlt). Dafür bot er Bluetooth, ein Mikro, Infrarot und SATA. Und war auch noch um einiges schneller - auch bezüglich des Netzwerkanschlusses.

Netzwerkanschluss

InhaltsverzeichnisBeim LAN-Anschluss müssen oft Kompromisse mit dem im Mikrokontroller verfügbaren anderen Ports eingegangen werden. So auch beim Banana Pi. SATA und LAN teilen sich Ressourcen. Wie ihr vielleicht links sehen könnt, gibt es deswegen schon mal 2 USB Ports weniger. Trotzdem hat man hier einen 1 GBit Port. Der Raspberry hatte nur 100 MBit. Durch die Restriktionen kann man beim Banana Pi aber nur 600 MBit nutzen.

TIP! Also diese Problematik sollte man nicht außer acht lassen, wenn man Daten schnell austauschen möchte. Also größere Files wie Backups oder Datenbank Dumps - Logfiles, Skripte, FHEM-Files usw. spielen da keine so große Rolle.

Zuerst kam der Raspberry B+

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Raspberry B+ für die Hausatomatisierung mit FHEM

Wie man vielleicht sehen kann bietet dieser HDMI, LAN, Mikro USB für die Stromversorgung und 4 USB. Audioausgang

oder der Display- bzw. Kameraanschluss spielten für mich erst einmal eine untergeordnete Rolle.

Der große Vorteil zum B war eine verminderte Stromaufnahme.

  Der Raspberry A kam für mich nicht weiter in Frage, da er schon recht abgespeckt war. Er hat zwar weniger Leistungsaufnahme gehabt, aber für ein größeres laufendes System mit FHEM passte dieses Exemplar nicht. Auch der Sockel für Erweiterungen war noch auf dem alten Stand von 26 Pins. Da macht dann auch neuere Erweiterungen für den Raspberry nicht mehr nutzbar.

Eine Erweiterung wie der Strom Pi hat eine 40 pol Buchse und einen 40 pol Stecker zum durchschleifen, der zu diesem Zeitpunkt schon mit in die Planung einbezogen werden musste.

Es gibt viele Varianten für die Software. Sie sollte nicht zu viel abdecken. Distributionen wie OpenELEC, jetzt LibreELEC, fressen Ressourcen. Da sollte man vorher wissen was man will. Ich habe mit Debian Wheezy angefangen. Es kann nicht schaden sich auf der Raspberry Homepage zu informieren.

TIP! Immer mit dem Blick auf die Größe der Community - Anfänger finden dort die meisten Artikel mit Hilfe oder Problemlösungen.

Der Wechsel auf Banana Pi

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Beim Banana Pi Pro hatte ich anfangs die Zuversicht alles so ähnlich wie beim Raspberry betreiben zu können. Aber! Es stellte sich sehr schnell heraus, dass das Betriebssystem Bananian (am Anfang Version 15) sich doch etwas von Debian Wheezy unterschied. Ich konnte also nicht mit den Artikeln von Raspberry arbeiten und Lösungen suchen, weil der Ansatz im Betriebssystem irgendwo ein anderer war. Schlussendlich war man auf die Foren angewiesen, die gerade für mein Model auch recht spärlich waren. Für Jemanden, der es schwer mit englischen Seiten hat bzw. gar kein Englisch versteht wird es dann echt rar mit den Infos. Als der Raspberry Pi 3 rauskam, hatte ich mir diesen besorgt, weil dort die Datenrate auf dem LAN höher war. 

Der Wechsel auf Raspberry Pi 3

InhaltsverzeichnisRaspberry Pi 3 Model B für die Hausautomatisierung mit FHEM

Mit dem Raspberry Pi 3 hat sich das ein wenig relativiert. Mikro, Infrarot und SATA gab es da zwar auch nicht, aber das Mikro hatte ich bis dato nie genutzt und SATA hat mir keinen Vorteil gebracht. Man braucht ein spezielles Kabel, irgendwann hatte ich diese wegen einer Idee zerschnitten und dann wollte ich mir kein neues holen.

Die Nachteile, die in der Fachwelt überwiegen, waren einfach zu groß. Den Strom Pi hatte ich beispielsweise auf den Banana Pi gesetzt. Dieser sollte angeblich kompatibel sein - war er aber nicht.

Um mich nun nicht noch mehr zu frusten, habe ich mich entschieden auf Raspberry zu setzten. Das soll aber nicht heißen, dass ich die Flinte ins Korn werfe - schreib einen Kommentar und ich schaue, wo ich Euch helfen kann. Wichtig für mich ist der Kosten-Nutzen-Faktor. Dabei beziehe ich natürlich meine eigenen Kosten mit ein. Heißt, wenn ich zulange an etwas rumfummeln muss, dann ist es womöglich ein falscher Weg. Dann suche ich nach Alternativen.

Welches Betriebssystem sollte man wählen?

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Ich hatte ja bereits Debian Wheezy angesprochen. Dies ist ein älteres Betriebssystem, welches durch Debian Jessie ersetzt wurde. Dass ist sozusagen der Kern ähnlich wie bei MSDOS früher. Aktuell ist oft von Pixel die Rede. Pixel  baut auf eine graphische Oberfläche auf, mit der Ihr die wichtigsten Dinge einstellen oder auslesen könnt. WLAN oder IP-Adressen. Spiele spielen oder remote auf Bildschirm zugreifen.

TIP! Das kostet aber wahnsinnig Ressourcen. Ich kann es gar nicht empfehlen. Zudem habe ich eine kleine Flatrate, die bei jedem Update massig Bibliotheken saugt. Der Zeitaspekt für ein Update mal außer acht gelassen...

Bei Linux muss man sich eben an die simple Oberfläche gewöhnen. Dass ist auch nicht schwer. Ich zeige Euch wie da weiter kommt. Vorher noch...

Die Variante Noobs - Multiboot mit unterschiedlichen Betriebssystemen

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In Noobs habt Ihr unterschiedliche Varianten von Betriebssystemen, die ihr installieren könnt. Manche sind vorinstalliert und andere kann man online nachinstallieren. Dafür sollte man aber eine größere Karte benutzen.

Die Alternative PiDrive

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PiDrive ist eine Variante von Noobs, mit der Western Digital seine Festplatten eingebunden hat. Die Software steht aber zur freien Verfügung (scheinbar nicht mehr bei WD selbst). Bis jetzt habe ich für PiDrive nur ein Link für Github gefunden. Dort habt Ihr auch die Möglichkeit Pixel und Jessie parallel laufen zu lassen. Bei einem System könnt Ihr dann Dinge testen und auf der anderen Partition ausrollen.

SD-Karte, USB-Stick oder SSD?

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Bei der Karte muss man nichts besonderes nehmen. 4 GB für den Boot und Installationsbereich reichen völlig aus. PiDrive braucht ca. 2.5 GByte Platz.

TIP 1! Um es Vorweg zu nehmen. Nicht alles auf die SD-Karte installieren. Im Laufe der Jahre sind meine SD-Karten ständig kaputt geschrieben worden. Dies soll sich mit dem Raspberry 3 und manchen Updates geändert haben, aber ich vertraue dem Speichern auf SD-Karten nicht mehr.

TIP 2! Beim USB-Stick kann ich Euch auch empfehlen den Stick nicht direkt am Raspberry zu verwenden, da durch den schmalen Platz der USB-Stick mit einem Verlängerungskabel darüber verschmolzen ist.

Daher viel die Wahl später auch eine alte 120 GByte SSD. Die muss auch nichts leisten, selbst wenn sie nur 100 MByte/s schafft, fühlt und füllt Sie den USB voll aus. (USB 2.0 Datenrate liegt typisch bei max. 30 Mbyte/s). Bei Raspberry 4, sofern ihn sich jemand leisten mag, gibt es schon USB 3.0. Dort sollte man prüfen was er maximal schafft und danach die SSD aussuchen. Ob PiDrive damit funktioniert müsste man vorher auch prüfen.

SD-Karte für Booten und Installation vorbereiten (für Anfänger)

Partitionierung mit Windows 10

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TIP! Im einfachsten Fall ist euer Stick im Fat32 Format gespeichert. NTFS geht auch - dann muss man nur nochmal mit FAT32 formatieren. Dann könnt Ihr diesen Abschnitt überspringen

Die Vorbereitung bei mir lief zuallererst etwas schleppend. Mein PC hat mehrere Nutzer und einen Admin. Das Standard-Partitionierungstool von Windows 10 muss man als Administrator nutzen, um den Stick für Windows lesbar zu machen.

TIP! Auf dem normalen Benutzerkonto findet er das Wort "partition" nicht.

Festplattenpartitionen erstellen und formatieren - Hausautomatisierung mit FHEM

Nach dem Starten mit Klick auf "Festplattenpartition erstellen und formatieren" öffnet sich ein Fenster wie im nachfolgenden Bild. Dort wählen Sie das entsprechende Medium - bei mir ist das "Datenträger 2" - zu erkennen an der kleineren Speichergröße von 7,4 GByte.

Achtung! Datenverlust! Die folgende Aktion hebt die Partitionstabelle auf dem ausgewählten Medium auf. Vorsicht mit der/den Windowspartition(en) (oft ist das C:, kann aber auch ein anderen Buchstaben betreffen, wenn man mehrere Systeme hat und das betreffende System gerade gar nicht geladen ist). Dies führt dazu, dass Sie Ihr Betriebssystem nicht mehr booten können. Es wird aber auch schwer, ohne die Grenzen zu kennen, eine Datenpartition wiederherzustellen. Ihre Daten wären dann ebenfalls verloren.

Partitionierung mit Windows 10 - Hausautomatisierung mit FHEM

TIP! Wenn Sie sich nicht sicher sind. Ziehen sie das Medium vom USB ab und stecken es wieder an. Dabei sehen Sie dann welches Medium betroffen ist.

Jetzt löschen Sie mit einem Rechtsklick - "Volume löschen" alle 3 Partitionen - bei mir sind das NOOBS(I:) und die beiden daneben. (natürlich immer nur die in waagerechter Richtung, die zu einem Medium gehören).

Danach steht die Größe des Medium und darunter "Nicht zugeordnet". Jetzt öffnen Sie mit einem erneuten Rechtklick und "Neues einfaches Volume..." einen Assistenten. Die ersten beiden Seiten können Sie mit "Weiter" überspringen.

Assistent - Partion formatieren - Hausautomatisierung mit FHEM

Auf der Seite "Partition formatieren" wählen sie dann "FAT32" und bestätigen mit "Weiter" und "Fertig". Danach ist Ihr Stick eingerichtet. Ein abschließender schneller Formatierungsprozess und Sie können Dateien kopieren.

Volumes gelöscht - Hausautomatisierung mit FHEM
 

Partitionierung mit SD Card Formatter

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SD Card Formatter - Hausautomatisierung mit FHEM

Um mit dem Tool arbeiten zu können, laden Sie sich SD Card Formatter herunter. Im folgenden Bild sehen Sie alle erstellten Partitionen aus der Installation unter Installation beginnen mit den PiDrive Installationsdateien. Hier brauchen Sie nur eines der entsprechenden Laufwerke wählen und mit "Format" wird die gesamte SD Karte zurückgesetzt und formatiert.

TIP! SD Card Formatter bietet einen Vorteil, da es nur SD Karten Laufwerke anzeigt. Das Löschen von Partitionen aus Windows heraus birgt die Gefahr eines Verlustes sensibler Daten.

Dateien kopieren

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Jetzt müssen Sie die Dateien vom Projekt PiDrive auf github.com nutzen. Für eine Nutzung muss man ein Account erstellen. Wenn Sie nach anderen Möglichkeiten suchen, sollten sie nur auf die Version von Noobs achten. Bei mir war das v1.9 vom 29. September 2016. Mit Tools wir Smartgit müsste man aber auch direkt Projekte ohne Account auf sein Windows PC auschecken können. Bei Problemen damit fragt gerne nach. Bei Interesse kann ich das hier auch erweitern oder zusätzlich posten.

Die Installation

Installation beginnen

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Im nachfolgenden ist der Installationsbildschirm von PiDrive abgebildet. Man hat die Wahl bei einer genügend großen Kapazität des externen Mediums bis zu 6 Systeme parallel installieren zu lassen. Ich habe für Euch mal testweise Raspbian und die 2 Project Space's mit 8 GB Volumen ausgewählt, weil mein Stick nur 32 GB zur Verfügung hatte. Hier noch mal der TIP! von weiter oben - lieber eine SSD verwenden. Zusätzlich könnt ihr auch eine Daten Partition auswählen, die ihr von allen Project Space's benutzen könnt.

Der Vorteil! Ihr benutzt eines als Testsystem, wo ihr Updates macht oder eine Datenbank aufsetzt. Symlinks erzeugt oder mit dem NTP Daemon für ein DCF77 Modul Veränderungen vornehmt. Das könnt ihr dann auf Eurem Produktivsystem ausrollen. Oder auf einem System Kodi nachinstallieren und später zwischen Mediacenter und Server wechseln - wobei der Server dann nicht mehr 24/7 laufen kann.(Anmerkung: 24/7 = 24 Stunden 7 Tage)

PiDrive Installation - Hausautomatisierung mit FHEM

Wichtig ist die Wahl der Sprache, sonst kann es passieren, dass Eure deutsche Tastatur nicht mit dem amerikanischen/ englischen Zeichensatz zusammenpasst. (Ist aber auch noch konfigurierbar, wenn auch ein bisschen schwieriger)

Sprache wählen - Hausautomatisierung mit FHEM

Die Installation startet mit Klick auf  Install(i) aus PiDrive Installation - Hausautomatisierung mit FHEM oder Buchstabe "i" auf der Tastatur.

PiDrive Installation bestätigen - Hausautomatisierung mit FHEM

Dies bestätigen Sie mit "Ja" und die Installation läuft...

PiDrive Installation wird durchgeführt - Hausautomatisierung mit FHEM

Nach dem Ende müssen Sie nur noch einmal mit "OK" bestätigen und der Raspberry startet neu durch.

 

PiDrive Neustart nach Installation - Hausautomatisierung mit FHEM

Erster Start nach der Installation

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Nach dem ersten Start erfolgt die Auswahl des Betriebssystems, mit dem Sie arbeiten möchten.

Auswahl Raspian Logo - Hausautmatisierung mit FHEM Mit Raspbian haben Sie eine grafische Benutzeroberfläche.PIXEL Wilkommensbildschirm - Hausautomatisierung mit FHEMPIXEL Benutzeroberfläche - Hausautomatisierung mit FHEM

Auswahl Project Space - Hausautomatisierung mit FHEM Mit den "Project Space's" können Sie nur über Konsole kommunizieren.

 

Wie Sie sich mit dem Raspberry Pi und Putty in Verbindung setzen erkläre ich Ihnen im nächsten Beitrag.

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