Kommunikation mit Raspberry Pi
Für die Kommunikation mit dem Raspberry hatte ich bereits im vorigen Artikel Betriebssystem auswählen und Installation auf Raspberry vs. Banana Pi erwähnt, dass Raspbian mit Pixel bereits eine grafische Oberfläche zur Verfügung stellt. Auf dieser Oberfläche können Sie das "Terminal" öffnen und öffnen damit eine Konsole, um Befehle einzugeben. Für die Verbindung von einem anderen PC aus sollen folgende Kapitel helfen.mit Putty verbinden
Putty ist ein Tool, um sich mit verschiedenen Geräten verbinden zu können. Im einfachsten Fall wäre das ein Gerät an einem COM-Port. Für uns ist aber die Verbindung per LAN vorteilhafter. (Es gibt auch einen Modus, um den Raspberry auf eine sogenannte "serielle Konsole" umzustellen, aber das lohnt den Aufwand nicht wirklich.)
Kommen wir zu Putty. Laden Sie sich die 32Bit Version von Putty herunter. Die 64 Bit Version finden Sie hier.
Das ist der Startbildschirm. (natürlich ohne die Einträge bei "Saved Sessions" - das sind gespeicherte Verbindungen für die spätere einfachere Auswahl.)
Nach der Eingabe der IP solltet Ihr für die weitere Nutzung einen Namen vergeben. Bei mir heisst die Verbindung "Pi_old" und dann auf "Save " klicken, damit diese Verbindung für die Zukunft gespeichert bleibt. (Eine Alternative: Über den Hostnamen "raspberrypi", wenn der DNS das auflösen kann - bei mir hatte das geklappt, die Anmeldung hat etwas länger gedauert und sie wurde über IPV6 hergestellt)
INFO! Meine IP habe ich natürlich verborgen. Dort müsst Ihr die IP eintragen, die von Eurem Router vergeben wurde. (Format: xxx.xxx.xxx.xxx)
In der Maske "Connection" => "Data" geben Sie unter Auto-login username den Namen "pi" ein.
TIP! Wenn Sie zum Anfangsbildschirm zurückkehren und auf "Save" klicken wird auch dieser Eintrag für das nächste mal gespeichert.
In dieser Sicherheitsanfrage wird dargestellt, dass der sogenannte "key fingerprint" - eine Art Schlüssel - nicht mit dem von Putty übereinstimmt. Das bedeutet unter xxx.xxx.xxx.120 war vorher ein anderes Gerät angeschlossen. Da Ihr Euch aber sicher sein könnt, dass Ihr das Gerät frisch verbindet solltet Ihr das Sicherheitsfenster mit "Ja" bestätigen.
Hier muss das Standardpasswort eingegeben werden. "raspberry"
Wenn Sie sich erfolgreich angemeldet haben, dann sehen Sie in der Konsole ein paar Informationen, den letzten Login und die Eingabezeile "pi@raspberrypi:". "pi steht hier für den Benutzer und "raspberrypi" für den hostname. Dies können und sollten Sie später ändern , da sich sonst Fremde Zugriff zu Ihrem Raspberry beschaffen könnten.
TIP! Die sicherste Verbindung ist allerdings per "private key". Man generiert mit Putty einen Schlüssel und fügt diesen im home-Verzeichnis vom Benutzer "pi" ein. Zusätzlich schaltet man die Möglichkeit der Anmaeldung über Benutzer ab. So wären Sie dann maximal abgesichert. Dies ist im Internet schon oft beschrieben worden und soll erst mal nicht Gegenstand dieses Posts sein.
mit WinSCP verbinden
WinSCP ist ein Tool auf SFTP - Basis welches über eine sichere Verbindung einen Kontakt zum Verzeichnis des Raspberry herstellen kann. So sind Sie in der Lage Dateien schneller vom Raspberry zu sichern oder auszutauschen bzw. anzulegen. Auch das Setzen der Rechte geht manchmal einfacher.
TIP! Einmal habe ich die Befehle zum Ändern der Benutzerrechte auf der Konsole rekursiv, dass heisst für alle Unterordner, angewendet und mir das ganze Betriebssystem zerschossen. Das ist mit WinSCP schwieriger.
Bei diesem Tool öffnet sich am Anfang immer der "Login"-Bildschirm, wo Ihr Eure gespeicherten Verbindungen abrufen könnt. Für eine Neuanlage wählt Ihr "New Site". Rechts gebt Ihr dann den Hostnamen "raspberrypi", den Benutzer "pi" und das Passwort "raspberry" ein und Klickt auf "Login". Darauf öffnet sich ein Fenster. Sollte wiedererwartend "raspberrypi" nicht aufgelöst werden, wählen Sie stattdessen die IP aus.
Sie aktivieren das Kästchen "Save password", was man normalerweise nicht tun sollte. Aber einerseits ist unser Passwort gerade sowieso jedem bekannt und andererseits funktioniert das Kopieren nur beschränkt stabil. Das Toll meldet sich bei größeren Paketen/ Dateien immer wieder neu an. Mit abgeschalteter Passworteingabe bedeutete dies, dass Sie dieses während eines Kopierprozesses mehrfach eingeben müssten.
Dann noch auf "OK" und "Login" klicken und Sie sehen das home-Verzeichnis von pi. (Später sehen Sie das letzte Verzeichnis vor dem Schließen.)
Das war es erstmal für Kommunikation mit Raspberry Pi. In Erweiterung mit Strom Pi zur Absicherung bei Stromausfall ergänzen wir unseren Raspberry mit der ersten Erweiterung und pflegen die Software ein.
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